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Der dritte Presidential Day – ein Plädoyer für die Digitalisierung der Stiftungswelt

Zum dritten SwissFoundations Presidential Day kamen am 6. Dezember zahlreiche Stiftungsvorsitzende aus allen Sprachregionen der Schweiz ins weihnachtlich geschmückte Bellevue Palace nach Bern. Der Event bot einen ungezwungenen Rahmen, in welchem sich die Präsidentinnen und Präsidenten unserer Mitgliedsstiftungen über ihre Erfahrungen austauschen konnten. Dieses Jahr durften wir Patrick Warnking als Keynote-Speaker begrüssen. Herr Warnking ist seit mittlerweile sieben Jahren Country Director von Google Switzerland und zählt hierzulande zu den profiliertesten Experten für Digitalisierung. Zudem ist er Mitglied des deutschen Komitees für UNICEF. Entsprechend gut ist er mit der digitalen Realität von Non-Profit-Organisationen vertraut und kennt die Chancen und Risiken, welche die Digitalisierung Stiftungen bietet. In seinem Referat mit dem Titel «Digitalisierung – Mensch im Mittelpunkt» legte er dar, wie der gemeinnützige Sektor von der fortschreitenden Digitalisierung profitieren kann, um das Wirkungspotenzial zu vergrössern.

«Die Digitalisierung stellt einen fortlaufenden Innovations-Prozess dar, dessen Ziel es sein muss, Mehrwert für den einzelnen Menschen, als auch für die nationale und globale Gesellschaft zu schaffen. Durch die Möglichkeit Routineaufgaben effizienter zu bewältigen, und einen globalen Wissens-Pool zu schaffen, werden neue Ressourcen geschaffen. Digitalisierung ermöglicht Partizipation und trägt im besten Fall dazu bei, den Aufbau einer solidarischen und gerechten globalen Gesellschaft voranzutreiben. Gemeinnützige Stiftungen können sich hier aktiv einbringen und dieses Potenzial fördern. Digitalisierung geht uns alle an.»

Im Anschluss disktuierte Herr Warnking mit Dr. Pascale Vonmont, Direktorin der Gebert Rüf Stiftung, zum Thema «Smart Foundation» mit dem anwesenden Publikum. Die Fragen stellte Beate Eckhardt, Geschäftsführerin von SwissFoundations. 

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Frau Vonmont und Herrn Warnking für ihren anregenden Input bedanken. Ebenso gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein grosses Dankeschön: Wir sind hocherfreut und fühlen uns geehrt, dass Sie so zahlreich erschienen sind und diesen einmal mehr so inspirierenden Anlass aktiv mitgestaltet haben.

PhilCon 2018 in Basel – Synergien schaffen und die Zusammenarbeit stärken!

«A plea for collaboration» – Ein Aufruf zur Zusammenarbeit! Dies war das vielversprechende Motto der ersten «Basel Convention on Philanthropy», die am 19. und 20. November anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des CEPS (Center for Philanthropy Studies), Kooperationspartner von SwissFoundations, über die Bühne ging. Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland kamen zusammen, um über grenzüberschreitende Synergien und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu diskutieren. Angesichts der rigiden Kürzungen von öffentlichen Entwicklungs- und Fördergelder weltweit, nimmt die Bedeutung der privatfinanzierten Förderinstitutionen stetig zu. Damit ein effektiver sowie zielgerichteter Umgang mit Themen wie Migration, Umweltkrise und Digitalisierung gefunden werden kann, ist ein breit abgestütztes Bewusstsein über die Relevanz von philanthropischem Wirken und die Förderung von Kooperationen unabdingbar.
 
Eine zentrale Frage, die wiederholt aufgeworfen und besonders während des Panels «Changes in Philanthropy - Past, Present, Future» (mit Michael Alberg-Seberich, Beyond Philanthropy; Angela Kail, New Philanthropy Capital; Katherine Milligan, Schwab Foundation for Social Entrepreneurship und moderiert von Beate Eckhardt, Geschäftsführerin SwissFoundations) umfassend besprochen wurde, lautete: Wie kann sozialer Wandel herbeigeführt und gestaltet werden, und welche Rolle kommt dabei Stiftungen zu? Zusammenfassend kann man festhalten, dass Stiftungen in verschiedene Richtungen wirken müssen, um ihr gesamtes Potenzial zu entfalten und ihren Teil zum Aufbau von sozialer Gerechtigkeit beizutragen: Stiftungen müssen auf politischer Ebene proaktiv sein und ihre Bedeutung im sozialen Gefüge verdeutlichen. Ebenso müssen sie sich gesellschaftlich stärker verankern und aufzeigen, wie sie das Individuum als auch die ganze Gesellschaft weiterbringen. Dies gelingt nur, wenn sich Stiftungen untereinander solidarisch zeigen und sich stärker vernetzen. Die PhilCon hat hierfür einen wichtigen Beitrag geleistet: «Insgesamt eine horizonterweiternde und ermutigende Tagung, die einen wichtigen Schritt hin zur Entwicklung von nationalen sowie internationalen Antworten auf die gesellschaftlichen, ökologischen und politischen Herausforderungen unserer Zeit darstellt.» (Beate Eckhardt, Geschäftsführerin SwissFoundations)

Datenschutz - Was Stiftungen beachten müssen

Per 25. Mai 2018 ist die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten, die unter bestimmten Voraussetzungen auch für Schweizer Institutionen verbindlich ist. Das Inkrafttreten des neuen Schweizer Datenschutzgesetzes (DSG) wird per Mitte 2019 erwartet. Die neuen Regelwerke lösen die bisherigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen ab. Insgesamt verschärfen sich die datenschutzrechtlichen Anforderungen für alle Institutionen, die personenbezogene Daten bearbeiten. Doch wie geht man mit der neuen datenschutzgesetzlichen Ausgangslage um? Wie soll man die neue DSGVO umsetzen? Was muss man beachten?

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern von SwissFoundations Mitgliedstiftungen und unter Beizug eines Juristen, hat ein Merkblatt erarbeitet, um diese Fragen zu klären. Das Merkblatt bezieht sich grundsätzlich auf die Anforderungen, die in Bezug auf das neue DSG zu erwarten sind und soll gemeinnützigen Stiftungen helfen, die richtigen Schritte für dessen korrekte Umsetzung einzuleiten. Von der Gesucheingabe, der Website, Veranstaltungen bis hin zur Weitergabe von Daten an externe Dienstleister wird erläutert, wo die kritischen Punkte liegen und wie man sie angeht. In sechs Schritten führt das Merkblatt durch alle Punkte, die beachtet werden müssen.

Das Merkblatt inklusive Checklist zur Umsetzung der neuen Datenschutzgesetzgebung steht im Mitgliederforum zum Download bereit. Des weiteren finden Mitglieder dort juristisch geprüfte Vorlagen für Datenschutzerklärungen und Vertragsklauseln, sowie Beispiele von Datenschutz-Policies.

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Der neue Benchmark Report – 2018 mit einem Special zu Immobilien

Wie erreichen wir die gewünschten Anlageziele? Dürfen wir risikofreudig sein? Wie wichtig ist es, Nachhaltigkeitsaspekte zu beachten? Lohnt es sich, in Immobilien zu investieren? 

Die Wahl der passenden Anlagestrategie ist insbesondere für Förderstiftungen ein komplexes Unterfangen und mit vielen Fragen verbunden. Benchmarks dienen als wichtiges Instrument bei der Ausarbeitung einer Strategie, die den eigenen Professionalitäts-Ansprüchen gerecht wird. Doch nur wenn relevante Kennzahlen zugänglich und vergleichbar sind, lassen sich nützliche Aussagen tätigen. 

Der dritte von SwissFoundations publizierte Benchmark Report vermittelt einen Überblick über diese wichtigen Kennzahlen und bietet Stiftungsrätinnen und -räten sowie den Finanzverantwortlichen von Stiftungen praxisnahe Orientierungshilfen für Anlageentscheidungen. Gleichermassen regt er dazu an, das eigene Vorgehen kritisch zu hinterfragen und hilft dabei, das richtige Porftolio zusammemzustellen, um die Renditeerwartungen zu erfüllen.

Am diesjährigen Report haben 34 Förderstiftungen mit einem Gesamtvermögen von rund CHF 9.5 Mrd teilgenommen (Vorjahr CHF 7 Mrd.). Durch ihre Teilnahme ermöglichen sie hilfreiche Vergleiche von finanziellen Kennzahlen und schaffen so eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Wir danke allen teilnehmenden Stiftungen und hoffen auch nächstes Jahr auf eine rege Teilnahme. Der druckfrische Report trifft Ende November per Post bei unseren Mitgliedern ein.

Was die Parks im Grünen & ein Auftritt von Operndiva Maria Callas gemein haben

Die Antwort gleich vorneweg: Die genannten Projekte wurden dank der finanziellen Unterstützung des Migros Kulturprozents, seit 2014 Assoziierter Partner von SwissFoundations, ermöglicht. Der Migros-Genossenschafts-Bund verwendet seit mittlerweile 60 Jahren ein Prozent jedes eingenommenen Frankens für gemeinnützige Zwecke. Das soziale Engagement in der Form des Migros Kulturprozents wurde 1957 statuarisch verankert und gründet in der sozialen Haltung des Migros-Gründers Gottlieb Duttweiler und seiner Ehefrau Adele. Anders als heute haben sich damals nur wenige profitorientierte Unternehmen auch für das Gemeinwohl engagiert, die Migros gilt also nicht zu Unrecht als Pionierin in diesem Gebiet. 

Rechnet man alle bisherig geleisteten Unterstützungsbeiträge zusammen, ergibt sich ein unglaubliches Fördervolumen von über 4,6 Milliarden Franken. Allein im vergangenen Jahr hat die Migros insgesamt über 138 Millionen Franken in ihr gesellschaftliches Engagement investiert. Die Beiträge flossen in eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte aus den Bereichen Kultur, Bildung, Freizeit und Gesellschaft. Mit den Fördergeldern wurden unter anderem Parkanlagen gebaut, Festivals organisiert, Studienpreise vergeben oder eben – das einzige Schweizer Konzert von Maria Callas beziehungsweise ihres Hologramms ermöglicht (am 3.12.2018 in Basel).

Für Sarah Kreienbühl, oberste Verantwortliche für das gesellschaftliche Engagement des Migros-Genossenschafts-Bunds, stellt der gemeinnützige Aktivismus ein «zentrales Fundament der Migros» dar. Wie das Ideengut der Duttweilers auch in der heutigen Zeit weiterwirkt, erläutert sie im Interview.

4. Workshop Diskursstrategie: «Geben, und darüber reden!»

«Geben, aber nicht darüber reden» – so laute das Motto vieler gemeinnützig Engagierten in der Schweiz, schreibt Michael Ferber am 12. Mai 2018 in der NZZ. Weiter führt er aus, dass Stiftungen eigentlich nur dann in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, wenn etwas schiefläuft. Herr Ferber wirft ein Thema auf, mit dem sich der gemeinnützige Sektor in der Schweiz und Stiftungen im Besonderen dringend auseinandersetzen müssen. Nicht proaktiv die Öffentlichkeit zu suchen und über das eigene Wirken zu berichten bedeutet auch, die Gestaltung des öffentlichen Diskurses anderen zu überlassen. 

Der Schweizer Stiftungssektor wird immer wieder mit Legitimationsfragen sowie Vorwürfen der fehlenden Transparenz, mangelnden Kontrolle oder der Verfolgung von Partikularinteressen konfrontiert. Um solchen Debatten den Wind aus den Segeln zu nehmen und Schweizer Stiftungen zu einer proaktiveren Kommunikation zu animieren, hat SwissFoundations in Zusammenarbeit mit GENTINETTA*SCHOLTEN eine Diskursstrategie zur nachhaltigen Stärkung der Legitimität von Förderstiftungen in der Schweiz entwickelt. Als Grundlage für die erarbeitete Strategie fungierte eine vorab durchgeführte Analyse der öffentlichen Wahrnehmung der Stiftungen in der Schweiz. Die Ergebnisse dieser Analyse werden zusammen mit der entwickelten Strategie sowie den geplanten Umsetzungsmassnahmen am 30. November in Baar vorgestellt. Es handelt sich dabei um die vierte, und vorläufig letzte Durchführung des Workshops. Wir laden alle interessierten SwissFoundations-Mitglieder dazu ein am Workshop teilzunehmen und mit uns die Diskursstrategie zu diskutieren. 

Darüber hinaus wird es an diesem Workshop einen Twitter-Crashkurs geben. Die Wichtigkeit der sozialen Medien in der Gestaltung der öffentlichen Meinung wird wohl weiter zunehmen und deshalb ist es auch für Stiftungen unerlässlich, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Wir werden zentrale Fragen des liebsten sozialen Mediums des US-amerikanischen Präsidenten besprechen, Ihnen zeigen wie man tweetet und auf diejenigen Aspekte eingehen, die es besonders zu beachten gilt, um nicht in ein Fettnäpfchen zu treten. Lassen Sie sich überraschen und inspirieren!

Die kostenlose Online-Version des Swiss Foundation Code

Wie gründet man eine Stiftung und erreicht die bestmögliche Wirksamkeit? An welchen Normen und Standards soll man sich orientieren? Was bedeutet «Good Governance» in der täglichen Stiftungspraxis?

Der Swiss Foundation Code bietet konkrete Antworten auf diese grundlegenden Fragen der Stiftungsarbeit. Ab sofort kann er kostenlos heruntergeladen werden – auf Deutsch, Französisch oder Englisch.

Der Swiss Foundations Code stellt ein praktisches Selbstregulierungsinstrument dar. Die verständlich und knapp formulierten Grundsätze und ausführlich kommentierten Empfehlungen sind für alle Stiftungen anwendbar, unabhängig von ihrem Zweck und ihrer Größe.

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