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Wirkungsorientiertes Arbeiten in Förderstiftungen - Zwei Spezialworkshops

Wirkung, Wirksamkeit, Wirkungsorientierung – diese Begriffe werden im gemeinnützigen Stiftungssektor viel diskutiert. Und das zu Recht: Wer sich für eine bessere Gesellschaft engagiert, wer tatsächlich einen Unterschied machen will, sollte mit seinen Mitteln so viel Positives wie möglich für seine Zielgruppen erreichen. Aber wie genau schafft man das? Wie arbeitet man wirkungsorientiert? 
 

Bereits zum zweiten Mal laden PHINEO und SwissFoundations zu zwei Spezialworkshops zum Thema wirkungsorientiertes Arbeiten in Förderstiftungen ein. Ein Basiskurs für EinsteigerInnen findet am 22. Oktober 2019, der Aufbaukurs für Fortgeschrittene (in Kooperation mit dem CEPS) findet am 4. Dezember 2019, beide im Hotel 25hours in Zürich, statt.

Die beiden Workshops stehen ausschliesslich Förderstiftungen offen. SwissFoundations-Mitglieder und AbsolventInnen von CEPS Kursen werden bevorzugt behandelt. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 30 Personen beschränkt.

 

Vertrauen ist entscheidend für die Zusammenarbeit zwischen Politik und Philanthropie

Der Staat ist verstaubt und ineffizient. Philanthropie ist ein Hobby, bei dem nach dem Lust-und-Laune-Prinzip Geld zum Fenster rausgeschmissen wird – So oder so ähnlich lauten die Vorurteile, welche sich gemäss der ehemaligen Staatskanzlerin Anja Wyden Guelpa in den Köpfen von Politikern und Stiftungen festgesetzt haben. Um diese Vorurteile zu überwinden braucht es einen konstruktiven Dialog sowie handfeste Reformen. Wo ansetzen? Unter dem Titel "Reformstau" versammelt das Themendossier, welches SwissFoundations gemeinsam mit dem Schweizer Monat initiiert hat, Stimmen beider Lager und bringt damit die Diskussion ins Rollen.

Ein Reformbedarf wird dabei auf beiden Seiten gleichermassen verortet. Während Stiftungen auf liberale Rahmenbedingungen und den Schutz stifterischen Wirkens seitens der Politik angewiesen sind, setzt dies das Verständnis über den Nutzen von Stiftungen in der Gesellschaft voraus. Doch über die wichtige Rolle der Philanthropie in der Schweiz wird nach Meinung von Beat Walti, u.a. Stiftungsratspräsident der Ernst Göhner Stiftung, zu wenig kommuniziert. Dies liegt einerseits in der Natur der Sache, namentlich der starken Heterogenität der Schweizer Stiftungsstandortes und der damit verbundenen Schwierigkeit, gemeinsame Positionen zu finden. Andererseits ist die Erzeugung einer gewissen Sichtbarkeit des eigenen Wirkens Pflicht einer jeden Stiftung, so Walti. Sichtbarkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für Vertrauen und somit zentral, wenn es darum geht sicherzustellen, dass die Skepsis, mit der Stiftungen begegnet wird, nicht in einen Generalverdacht umschlägt.

Im Vertrauensaufbau sieht auch Georg von Schnurbein, Direktor Center for Philanthropy Studies (CEPS), einen zentralen Faktor für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Politik und Stiftungen. Die Reform staatlicher Rahmenbedingen für die Philanthropie geht weit über die Diskussion bezüglich Steuerentlastungen hinaus. Wichtiger wäre es gemäss von Schnurbein ein partnerschaftliches Verhältnis aufzubauen, das auch eine inhaltliche Komponente hat und neben finanziellen Zusagen auch Diskussionen über Konzepte und Projekte zulässt. Eine staatliche Strategie zur Philanthropie wäre zu befürworten. Der Kanton Genf hat hier bereits Vorarbeit geleistet. Die Kantone Aargau und Bern untersuchen diesbezüglich gerade Möglichkeiten in der Kulturförderung.

Über die Ausgestaltung des Dialogs zwischen Politik und Stiftungen diskutieren wir am 1. Oktober 2019 am traditionellen Stiftungsgespräch in Zürich. Zur Anmeldung geht es hier – die Platzzahl ist beschränkt.

Die insgesamt 10 Beiträge aus dem Themendossier «Reformstau» stehen alle online zur Verfügung.

Internationale Zusammenarbeit: Als führender Forschungs- und Wissenschaftsstandort kann die Schweiz eine Brückenfunktion wahrnehmen

Der SwissFoundations Arbeitskreis International Development and Cooperation (IDC) hat am 23. August 2019 eine Stellungnahme zur "Botschaft Internationale Zusammenarbeit 2021-2024" publiziert. Die im Arbeitskreis verbundenen Stiftungen stehen der neuen Botschaft grundsätzlich positiv gegenüber. Nichtsdestotrotz erzeugt die erstmalige Verknüpfung von Zielen und Ausrichtung der Internationalen Zusammenarbeit (IZA) mit der Migrationspolitik sowie mit wirtschaftlichen Interessen der Schweiz gemischte Gefühle. Einerseits bietet diese Verknüpfung zwar Chancen für Koordination und Nachhaltigkeit, andererseits widerspricht sie der Schweizer Tradition, sich für diejenigen Anliegen und Menschen einzusetzen, die unsere Hilfe am meisten benötigen, unabhängig davon, ob damit nationale Interessen bedient werden.

Zu begrüssen wäre zudem eine stärkere Ausrichtung der IZA Strategie auf die Agenda 2030 und die darin enthaltenen Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs). Weiter sollen Bildung, Wissenschaft und Forschung einen Fokus in der zukünftigen Strategie erhalten, denn die Schweiz kann als führender Forschungs- und Wissenschaftsstandort wichtige Expertise und Wissensressourcen bieten und so in der IZA eine Brückenfunktion wahrnehmen. 

Insgesamt sieben Punkte richten die 24 unterzeichnenden Stiftungen in ihrer Stellungnahme an das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA. Die Stellungnahme wurde in deutscher und französischer Sprache publiziert.

Wir sagen Adieu Hanspeter (1929-2019)

Gestern haben wir von unserem langjährigen Mitglied und Freund Hanspeter Forlen Abschied genommen. Die Abdankung fand in der Kirche Sankt Marien in Basel statt. Ein feiner Mensch hat uns nach einem langen und erfüllten Leben verlassen. Wir sind traurig aber auch dankbar um die Zeit, die er mit uns verbracht hat. Seiner Frau Rita und allen Angehörigen sprechen wir unser herzlichstes Beileid aus.