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Der Schweizer Stiftungsreport 2018

Der Schweizer Stiftungsreport erscheint jährlich und ist die wichtigste Informationsquelle zu Zustand und Entwicklung des Schweizer Stiftungssektors. Er zeigt auf einen Blick alle aktuellen und relevanten Zahlen, Fakten und Trends. Der Stiftungsreport enthält 2018 Regionenfoki zum Kanton Zürich sowie zur Ostschweiz. Neben demographischen Entwicklungen beschäftigt sich der Report zudem mit rechtlichen Entwicklungen sowie aktuellen Stiftungsmodellen.

   

Zahlen & Fakten –  Grosse Dynamik im Sektor

2017 ist die Anzahl gemeinnütziger Stiftungen in der Schweiz weiter gewachsen. Im Schnitt wurde eine Stiftung pro Tag errichtet. Das grösste Wachstum verzeichnet mit 57 neuen Stiftungen der Kanton Zürich, gefolgt von Genf (55) und Zug (47). Wie hoch die Dynamik im Schweizer Stiftungswesen ist, belegt der Umstand, dass die Hälfte aller gemeinnützigen Stiftungen in den letzten 20 Jahren entstanden ist und die Stiftungsdichte mit 15,6 Stiftungen auf 10'000 Einwohner einen internationalen Spitzenplatz darstellt.


 

Rechtliche Entwicklungen

Politisch und stiftungsrechtlich war das vergangene Jahr vor allem von der Frage nach der Beschwerdeberechtigung sowie den Entwicklungen rund um die parlamentarische Initiative Luginbühl zur Stärkung des Schweizer Stiftungsplatzes geprägt. Mit welchen Hürden der Gesetzgeber bei solch breit angelegten Registern zu kämpfen hat, zeigt ein Blick nach Deutschland, wo die Einführung eines Transparenzregisters alles andere als geglückt ist. Ein Thema, das die obersten Gerichte in der Schweiz vermehrt beschäftigen wird, ist die Frage, wer im Fall von gemeinnützigen Stiftungen beschwerdeberechtigt ist. Sind dies beispielsweise nur amtierende oder auch ehemalige Stiftungsräte? In den meisten dieser Fälle sind auch die Stiftungsaufsichten involviert. Dass die aufsichtsrechtliche Aufgabe immer komplexer wird, die Unzufriedenheit seitens der Stiftungen aber auch zunimmt, erläutert der Beitrag „Patient Stiftungsaufsicht – eine Kurzdiagnose“ im Schweizer Stiftungsreport 2018. 

Spezialfokus – Zehn Jahre Philanthropie-Forschung

Mit dem Center for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel, das 2008 von SwissFoundations lanciert wurde, und dem Zentrum für Stiftungsrecht an der Universität Zürich feiern 2018 gleich zwei universitäre Forschungszentren für Stiftungswesen und Philanthropie in der Schweiz ihr zehnjähriges Jubiläum. Als die beiden Institute 2008 gegründet wurden, gab es europaweit gerade deren vier. Heute ist die Zahl auf über zwanzig angewachsen. Für den Leiter des CEPS, Prof. Georg von Schnurbein, steht insbesondere ein interdisziplinärer Forschungsansatz im Fokus: „Unter Philanthropie verstehen wir jede private freiwillige Handlung für einen gemeinnützigen Zweck. Dazu zählen nicht nur Stiftungen und Grossspender, sondern auch die Freiwilligenarbeit, Sachleistungen oder Wissen, das beispielsweise über Wikipedia kostenlos zur Verfügung gestellt wird.“ Wie wichtig Forschung und Wissenschaft für die Professionalisierung im Stiftungssektor sind, zeigen die häufig ausgebuchten Weiterbildungsveranstaltungen und Tagungen der beiden Institute. Neben Basel und Zürich entstehen zurzeit weitere Philanthropie-Zentren an der Universität St. Gallen, der Universität Genf und dem IMD in Lausanne.
 

Die Herausgeber

Beate Eckhardt, lic. phil. I, EMScom

Beate Eckhardt leitet seit 2005 als Geschäftsführerin SwissFoundations, den Verband der Schweizer Förderstiftungen. SwissFoundations engagiert sich für den Wissens- und Erfahrungsaustausch, Good Governance, Professionalität und einen wirkungsvollen Einsatz von Stiftungsmitteln im Stiftungswesen.
Bevor Beate Eckhardt die Leitung von SwissFoundations übernahm, war sie als freischaffende Kommu-
nikations- und Projektleiterin mit Schwergewicht Bildung, Kultur sowie Architektur und Städtebau tätig.
Beate Eckhardt hat an der Universität Zürich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Sozial-
und Wirtschaftsgeschichte studiert. 2004 hat sie an der Universität Lugano und der UCLA einen Master of
Science in Communications Management EMScom erworben.

Prof. Dr. Dominique Jakob, M.I.L. (Lund)

Prof. Dr. iur. Dominique Jakob studierte Rechtswissenschaften in Augsburg, München und Lund (Schweden). Er habilitierte sich mit der Schrift «Schutz der Stiftung – Die Stiftung und ihre Rechtsverhältnisse im Widerstreit der Interessen» und besitzt die Lehrbefugnis für die Fächer «Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung, Zivilverfahrensrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Steuer-recht». Seit 2007 ist er Inhaber eines Lehrstuhls für Privatrecht an der Universität Zürich, wo er 2008 das «Zentrum für Stiftungsrecht» (www.zentrum-stiftungsrecht.uzh.ch) sowie 2010 den «Zürcher Stiftungsrechtstag» ins Leben gerufen hat. Dominique Jakobs Forschungsschwerpunkte liegen in der (internatio-nalen) Nachlassplanung und Vermögensgestaltung (unter Einbezug von Trusts) sowie im nationalen, vergleichenden, europäischen und internationalen Stiftungsrecht (mit einem Fokus auf schweizerische, liechtensteinische und deutsche Beziehungen). Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen im In- und Ausland und fungiert als Berater von Regierungen, Finanzinstituten, Unternehmen, Stiftungen, Familien und Privatpersonen. 2015 gründete er die Kanzlei Jakob Studen Partner in Zürich.

Prof. Dr. Georg von Schnurbein

Prof. Dr. Georg von Schnurbein ist Associate Professor für Stiftungsmanagement und Direktor des Center for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel, das von SwissFoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen, initiiert wurde. Zuvor arbeitete Georg von Schnurbein von 2001 bis 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Verbandsmanagement Institut (VMI) der Universität Freiburg.Dort war er Projektkoordinator der Schweizer Länderstudien für «Visions and Roles of Foundations in Europe» und das «Johns Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project». Er studierte Betriebswirtschaftslehre mit Nebenfach Politikwissenschaften an den Universitäten Bamberg, Freiburg und Bern. Georg von Schnurbein ist Mitglied im Vorstand des European Research Network on Philanthropy (ERNOP) und Mitherausgeber des Swiss Foundation Codes 2015. Seine Forschungsschwerpunkte sind Nonprofit Governance, Wirkungsmessung und Stiftungsmanagement.

 

Ältere Ausgaben des Schweizer Stiftungsreports


Der Schweizer Stiftungsreport 2017

Ende 2016 zählte der Schweizer Stiftungssektor 13'172 gemeinnützige Stiftungen. Mit 349 neuen Stiftungen führt der Sektor sein Wachstum fort und gehört weiterhin zur europäischen Spitze. Der Stiftungssektor wird von zehntausenden ehrenamtlich engagierten Menschen getragen. Das zeigt, wie sehr Stiftungen in der Schweiz in die Gesellschaft eingebettet sind. Die Aufschlüsselung ihrer Aktivitäten zeigt ausserdem, dass sie sich an bestehenden Problemlagen in der Gesellschaft orientieren. Im Fokus dieser Ausgabe steht insbesondere der Stiftungsplatz Romandie und dessen zunehmende Dynamik. Ebenfalls in Bewegung waren Politik und Recht, deren Entwicklungen in einem Gesamtüberblick analysiert werden. Der Stiftungsreport enthält 2017 einen Regionenfokus, der sich im Detail mit dem Stiftungsplatz Romandie beschäftigt. 

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Der Schweizer Stiftungsreport 2017

Rapport sur les fondations en Suisse 2017

Der Schweizer Stiftungsreport 2016

Ende 2015 zählte der Schweizer Stiftungssektor 13‘075 gemeinnützige Stiftungen. Mit 335 Neugründungen legte das Schweizer Stiftungswesen zahlenmässig nochmals zu und gehört im europäischen Vergleich nach wie vor zu den absoluten Spitzenreitern. Stiften strahlt eine hohe Anziehungskraft aus, ermöglichen Stiftungen doch eine attraktive Kombination von Gestaltungsfreiheit und Zweckbindung. Im Vergleich zum Vorjahr steigt das Netto-Wachstum des Schweizer Stiftungssektors von 137 auf 175 wieder deutlich an. Der Stiftungsreport 2016 enthält ausserdem erstmals einen Regionenfokus, der sich im Detail mit der Ostschweizer Stiftungslandschaft beschäftigt.

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Der Schweizer Stiftungsreport 2016

Rapport sur les fondations en Suisse 2016

Swiss Foundation Report 2016

 

Der Schweizer Stiftungsreport 2015

Das Stiftungswachstum in der Schweiz hält ungebrochen an: Bei 363 neu gegründeten Stiftungen zählt der heute publizierte Schweizer Stiftungsreport 13'064 gemeinnützige Stiftungen. Damit gehört die Schweiz weiterhin zu den stiftungsreichsten Ländern Europas. Das Wachstum 2014 liegt bei 2,8%, die Stiftungsdichte bei 16 Stiftungen auf 10'000 Einwohner. Das Spezialthema 2015 widmet sich verschiedenen Wirkungsfragen und der Blick nach Europa geht nach Österreich.

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Der Schweizer Stiftungsreport 2015

Rapport sur les fondations en Suisse 2015

Weitere Ausgaben

Ältere Ausgaben des Schweizer Stiftungsreports finden Sie auf der Website des CEPS.

Gedruckte Version

Eine gedruckte Version kann für CHF 25.- bei der SwissFoundations Geschäftsstelle über INFO@SWISSFOUNDATIONS.CH bestellt werden.

Herausgegeben von

Der Schweizer Stiftungsreport 2018 wird vom Center for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel, von SwissFoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen, und dem Zentrum für Stiftungsrecht an der Universität Zürich herausgegeben. 

Center for Philanthropy Studies (CEPS)
Universität Basel

Steinengraben 22, CH-4051 Basel
Tel.: +41 61 207 23 92
E-Mail: ceps@unibas.ch
www.ceps.unibas.ch

Zentrum für Stiftungsrecht
Universität Zürich

Treichlerstrasse 10 / 15, CH-8032 Zürich
Tel.: +41 44 634 15 76
E-Mail: stiftungsrecht@rwi.uzh.ch
www.zentrum-stiftungsrecht.uzh.ch
 

Verband der Schweizer Förderstiftungen
Haus der Stiftungen, Kirchgasse 42, CH-8001 Zürich
Tel: +41 44 440 00 10
E-Mail: info@swissfoundations.ch
www.swissfoundations.ch