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Stiftungssymposium

Schweizer Stiftungssymposium 2017

Mittwoch, Juni 07, 2017 - 10:15 bis 17:00

Die diesjährige Ausgabe des Schweizer Stiftungssymposium war ein Erfolg. Das Symposium wurde seinem Renommee als grösstes, jährliches Branchenereignis des Schweizer Stiftungssektors vollends gerecht. Über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich in der Maison de la paix in Genf an der Auseinandersetzung rund um das Thema Mehrwert, den Stiftungen für die Gesellschaft erzielen.

Vertreterinnen und Vertreter seitens der Stiftungen selbst und von Destinatären und des Staats nahmen den Mehrwert, den Stiftungen für die Gesellschaft erzielen, in den Blick. Es wurde deutlich, dass Stiftungswirken nicht allein auf die Fördervergabe von finanziellen Mitteln reduziert werden kann. Vielmehr standen die Wahl der zu lösenden Probleme, die Zusammenarbeit mit Partnern und die Jokerrolle von Stiftungen als gemeinnützige, zivilgesellschaftliche Akteure im Vordergrund. Lukas von Orelli, Präsident von SwissFoundations und Geschäftsführer der VELUX STIFTUNG, warf in seiner Eröffnungsrede die Frage auf, warum es in der Schweiz ein derart hohes Mass an philanthropischem Engagement gibt. Als Grundlage dafür identifizierte er die vorteilhaften rechtlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz. Diese nährten sich vom Mehrwert, den Stiftungen erarbeiten, wie von Orelli weiter ausführte: «Der Grund, warum dieses Feld so fruchtbar ist, der Dünger, ist der Mehrwert.»

(Lukas von Orelli, Präsident SwissFoundations und Geschäftsführer VELUX STIFTUNG)

Geben mit anderen Akteuren orchestrieren

Das übergreifende Thema wurde vor allem in Keynotes, Gesprächsrunden und auf einem Podium diskutiert. Zu Wort kamen Stimmen aus Stiftungen, von Destinatären und von Seiten des Staates, die ihre Sicht auf jenen Mehrwert wiedergaben. Monique Bär, Stifterin und Präsidentin der Arcas Foundation, ging in ihrer Keynote der Bedeutung von Geben nach. Sie stellte insbesondere in den Fokus, dass Stifterinnen und Stifter nicht allein für den Erfolg ihres Gebens verantwortlich sind. Sie sind eingefasst in ein ineinander verwobenes Netzwerk unterschiedlichster Akteure: «Ein Stifter oder eine Stifterin handelt nie allein. Er oder sie muss seine oder ihre Handlungen mit anderen Akteuren orchestrieren».

(Monique Bär, Stifterin und Präsidentin Arcas Foundation)

Bruno Jochum, Generaldirektor von Ärzte ohne Grenzen Schweiz, zeigte auf, wie diese Zusammenarbeit zwischen Stiftungen und Destinatären funktioniert. Ärzte ohne Grenzen baut auf Vertrauen, die Geber der Organisation entgegenbringen. Die Zusammenarbeit zwischen der Organisation und den Stiftungen ist in diesem Sinne nicht ein schlichtes Geben und Nehmen, sondern setzt auf Partnerschaft. Auch eine Vielzahl von Unternehmensstiftungen beteiligen sich an diesem Zusammenspiel. Als Besonderheit hob Peggy Grünninger, Leiterin Corporate Donations and Philanthropy der Roche Gruppe, die Zusammenarbeit auf lokaler Ebene hervor. Wie Roche weltweit die Standorte an die lokalen Besonderheiten anpasst, so passt sie auch die Förderung und Hilfe an die spezifischen lokalen Bedingungen an und sucht Partnerschaften vor Ort. Mit einer europäischen Gesamtschau des Stiftungswirkens öffnete Luc Tayart de Borms, Geschäftsführer der König-Badouin-Stiftung aus Belgien, die Diskussion über die Schweiz hinaus. Auch auf europäischer Ebene sind messbare und wirkungsvolle Erfolge für unterschiedliche philanthropische Ziele möglich. Auch diese hängen aber von der engen Zusammenarbeit unter Stiftungen und mit ihren Partnern ab.

(Bruno Jochum, Generaldirektor Ärzte ohne Grenzen Schweiz)

(Peggy Grünninger, Leiterin Corporate Donations and Philanthropy Roche Gruppe)

(Luc Tayart de Borms, Geschäftsführer der König-Baudouin-Stiftung, Belgien)

Stiftungen agieren nicht allein aber anders

Auf dem Podium befassten sich die gleichen Referentinnen und Referenten mit der Art von Mehrwert, der geschaffen wird und vor allem dem Wie, den Methoden und Werkzeugen von Stiftungen. Auf dem Podium befassten sich die gleichen Referentinnen und Referenten mit der Art von Mehrwert, der geschaffen wird und vor allem dem Wie, den Methoden und Werkzeugen von Stiftungen. Die Podiumsteilnehmerinnen und-teilnehmer bestätigten wiederum das Bild, dass Stiftungen nicht alleine agieren. Sie sind eingebunden in ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Akteure, die ähnliche Ziele verfolgen. Sie arbeiten mit Menschen, in der Rolle als Partner anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen oder als Hilfesteller, der die Bedürfnisse der Destinatäre ernst nimmt. In Abgrenzung zu anderen Akteuren, insbesondere dem Staat, wurde herausgehoben, dass Stiftungen agiler und flexibler wirken. Ihre Unabhängigkeit erlaubt es Ihnen, in Nischen vorzustossen, die teils mit hohen Risiken verbunden sind. Aus den gleichen Gründen können Stiftungen auch sehr schnell auf neue Problemlagen reagieren, aber genauso auf solche, die nicht im Fokus von Öffentlichkeit, Medien oder Politik stehen.

Video-Botschaft von Hansjörg Wyss

Per Video war auch der Schweizer Philanthrop Hansjörg Wyss zu Gast. In einem Video-Interview äussert er sich zum Mehrwert von Stiftungen und zu aktuellen Herausforderungen der Philanthropie. Klicken Sie auf das Bild, um sich das Video nochmals anzusehen.

Die Diskussion rund um Stiftungswirken und Mehrwert wurden in acht Workshops und zwei Gesprächsrunden weitergeführt. François Longchamp, Staatsratspräsident des Kantons Genf, führte die Vorteile der in den letzten Jahren intensivierten Zusammenarbeit zwischen seinem Kanton und den ansässigen Stiftungen aus. Als Schlusspunkt, der «Sternstunde Philanthropie», schilderte Kristian Parker, Vizevorsitzender des Verwaltungsrates der Oak Foundation, wie seine Stiftung auf globaler Ebene Mehrwert im Bereich Umwelt schafft.

(François Longchamp, Staatsratspräsident des Kantons Genf, und Kristian Parker, Vizevorsitzender des Verwaltungsrates der Oak Foundation)

Bilder

Hier finden Sie noch weitere ausgewählte Bilder vom Anlass.

Schweizer Stiftungssymposium 2017 | Symposium des fondations suisses 2017

 

Ein Wiedersehen im 2018

Die 17. Ausgabe des Schweizer Stiftungssymposiums findet nächstes Jahr Ende Mai an der Universität in St. Gallen statt.

Nehmen Sie teil und diskutieren Sie mit!

Das Stiftungssymposium ist der grösste, jährliche Treffpunkt für Praktiker und Expertinnen der Schweizer Stiftungsbranche. Diese ist äusserst vielfältig. Stiftungen mit unterschiedlichsten Ressourcen und Zielen kommen hier ins Gespräch. Das Stiftungssymposium ist aber eine Plattform für den Austausch. Wir begrüssen die gesamte Bandbreite an Vertreterinnen und Vertretern aus der Stiftungsbranche. Sie treffen auf Gleichgesinnte mit ähnlichen Projekten, Herausforderungen und Schwierigkeiten. Hier können Sie neue Ideen und Inputs abholen. Sie können neue Betätigungsfelder entdecken, Kooperationen prüfen und Kontakte knüpfen. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Halten Sie sich mit unserem Newsletter auf dem Laufenden!

 

Schweizer Stiftungssymposium 2016

Mittwoch, Mai 11, 2016 - 8:30 bis 16:30

ZEIT ALS KAPITAL FÜR FÖRDERSTIFTUNGEN

Stiftungen sind in vielfältiger Weise mit der Zeit verknüpft. Sie verfügen über geduldiges Kapital, das langfristig und nachhaltig eingesetzt werden kann. Das Stiftungssymposium 2016 lotet das Verhältnis von Zeit und Stiftungen in all seinen Facetten aus und bietet wie gewohnt einen spannenden Denk-, Reflexions- und Gesprächsraum mit zahlreichen Netzwerk- und Austauschmöglichkeiten.

Schweizer Stiftungssymposium 2015

Mittwoch, Juni 03, 2015 - 9:00 bis 17:00

OHNE WIRKEN KEINE WIRKUNG WIE STIFTUNGEN IHRE ZIELE ERREICHEN

Die 14. Ausgabe des Schweizer Stiftungssymposiums fand am 3. Juni 2015 im GDI in Rüschlikon statt. Die Ausgabe 2015 lotete verschiedene Facetten des Wirkens und der Wirkung von Stiftungen mit erfahrenen Referentinnen und Referenten aus Praxis und Wissenschaft aus.

Schweizer Stiftungssymposium 2014

Dienstag, Mai 20, 2014 - 9:00 bis 16:30

FOUNDATION 3.0

DIE STIFTUNG DER ZUKUNFT, DIE ZUKUNFT DER STIFTUNGEN

Am 20. Mai 2014 vereinte SwissFoundations bereits zum 13. Mal Praktiker und Expertinnen der Schweizer Stiftungsszene - dieses Jahr in der Romandie. Das Stiftungssymposium 2014 beleuchtete zukünftige Herausforderungen unserer Gesellschaft. Insbesondere standen dabei die Fragen zur Debatte, welche Rolle auf Stiftungen zukommt, was von ihnen erwartet wird und wie sie sich auf die komplexen Zusammenhänge einer globalisierten und immer stärker vernetzten Welt einstellen können.

Das Magazin «Die Stiftung» hat die Tagung besucht und einen Bericht verfasst. Und was sagten die Gäste?

Schweizer Stiftungssymposium 2013

Donnerstag, Juni 06, 2013 - 8:45 bis 17:00

INNOVATION STATT STAGNATION
WIE STIFTUNGEN MIT DER KRISE UMGEHEN

Das Schweizer Stiftungssymposium 2013 stellte in zwei Plenarveranstaltungen und sechs Workshops aktuelle Herausforderungen und innovative Lösungsansätze aus der Praxis zur Diskussion, mit denen sich Stiftungen heute konfrontiert sehen. Neben Schweizer Beiträgen und Fallbeispielen bot das Symposium einen Einblick in den Alltag europäischer Stiftungssektoren. Neben den Beiträgen unserer Referenten blieb Raum zur kreativen Interaktion, Debatten und Ideenentwicklung.

Schweizer Stiftungssymposium 2011

Donnerstag, November 24, 2011 - 10:00 bis 16:15

DOING BY LEARNING
DER SCHWEIZER STIFTUNGSSEKTOR. HERAUSFORDERUNGEN EINER WACHSTUMSBRANCHE

Das 11. Schweizer Stiftungssymposium stellte Themen und Herausforderungen zur Diskussion, die den Schweizer Stiftungssektor aktuell bewegen.
Mit David Emerson, Caroline Hartnell, Dr. Janine Händel, Prof. Dr. Patrick Aebischer, Dr. Benoît Merkt, Prof. Dr. Erwin Heri, Luc Tayart de Borms, Dr. Karsten Timmer und vielen mehr.

Aus den Medien

DIE STIFTUNG - Stärke plus Sichtbarkeit gleich Wahrnehmung - Interview mit Lukas von Orelli

L'Agefi - L'apport de la NewGen dans la philanthropie

LeTemps - Les philanthropes, la finance et la cité - Beitrag von Patrick Odier

In Bildern

Fotos © 2017 SwissFoundations, Regina Jäger


DAS STIFTUNGSSYMPOSIUM 2017

 

DAS STIFTUNGSSYMPOSIUM 2016

 


DAS STIFTUNGSSYMPOSIUM 2015