Rückblick auf das Forum des Fondations 2026

Ende Mai durften wir in Lausanne über 300 Teilnehmende aus der ganzen Schweiz am Forum des Fondations 2026 begrüssen. Gemeinsam haben wir aktuelle und zentrale Fragestellungen des Stiftungssektors diskutiert.

Im Fokus der Ausgabe 2026 standen neue Formen der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand, der Wandel von Governance-Praktiken, der Generationenwechsel in Stiftungsräten sowie aktuelle Entwicklungen und rechtliche Trends im Stiftungswesen.

Jasmina Ritz (Geschäftsführerin von SwissFoundations) und Marie Wyss Masschelein (Regionenleiterin Romandie SwissFoundations) eröffneten den Abend. Anschliessend zeigte Peter Vogel (Director of the Global Family Business Center am IMD) in seiner Keynote auf, welche Rolle Philanthropie an der Schnittstelle der grossen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit spielt.

Er warb für eine Familienphilanthropie, die ihre eigene Rolle, ihre Legitimität und ihre Governance kontinuierlich hinterfragt – und diese reflektierende Haltung an kommende Generationen weitergibt.

Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Patrick Chappatte. Als Präsident der Freedom Cartoonists Foundation und international renommierter Pressezeichner – unter anderem für die New York Times, Le Temps und die NZZ am Sonntag – warf er mit seinen Illustrationen einen ebenso pointierten wie engagierten Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen. Sein Beitrag begeisterte das Publikum.

Das erste Panel widmete sich dem Thema «Governance zwischen Stiftungen und Staat». Im Zentrum standen Fragen wie: Wie verteilen sich die Rollen von Staat und Stiftungen? Welche neuen Formen der Zusammenarbeit entstehen? Und welche praktischen, politischen oder ethischen Herausforderungen bringen sie mit sich? Unter der Moderation von Nicolas Duvoux (Professor für Soziologie und Direktor des Centre de philanthropie der Universität Genf) diskutierten Martine Brunschwig Graf (Präsidentin der Fondation pour l’Adaptation de la Genève Internationale, FAGI), Philippe Demierre (Präsident des Staatsrats des Kantons Freiburg) und Andrea Martina Studer (Geschäftsführerin der Stiftung Botnar). Gemeinsam zeichneten sie ein klares Bild: Es ist Zeit, neue Wege zu gehen, Position zu beziehen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig braucht es eine klare Rollenverteilung zwischen Staat und Stiftungen, damit Zusammenarbeit Mehrwert schafft, ohne Unklarheiten zu erzeugen.

Anschliessend präsentierte Marie Wyss Masschelein die wichtigsten Erkenntnisse des kürzlich veröffentlichten Schweizer Stiftungsreports 2026. Dabei richtete sie den Blick insbesondere auf die Westschweiz und die Aktivitäten von SwissFoundations in der Region. Sie erinnerte daran, dass die Schweiz rund 14’000 Stiftungen zählt, davon mehr als 4’000 in der Romandie.

Zudem unterstrich sie die Rolle von SwissFoundations als Plattform für Austausch und Zusammenarbeit zwischen Stiftungen, Behörden und weiteren Akteuren des philanthropischen Sektors. Besonders wichtig seien der Ausbau des Dialogs mit den Westschweizer Kantonen sowie die Förderung von gegenseitigem Lernen und Zusammenarbeit innerhalb des Stiftungsökosystems.

Vincent Pfammatter (Rechtsanwalt und Partner bei Walder Wyss AG sowie Vorstandsmitglied von proFonds) gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Stiftungs-, Steuer- und Mehrwertsteuerrecht. Dabei erläuterte er unter anderem Neuerungen zur Entschädigung von Stiftungsratsmitgliedern sowie weitere rechtliche Entwicklungen, die für die Praxis von Bedeutung sind.

Im zweiten Panel diskutierten Louise Dermange (Mitglied des Stiftungsrats der Fondation Leenaards) und Régis Burrus (Präsident der Fondation Novandi) über zentrale Fragen der Stiftungsgovernance. Im Mittelpunkt standen das ehrenamtliche Engagement in Stiftungsräten und die damit verbundenen Anforderungen an Verfügbarkeit und Weiterbildung. Ebenso betonten sie die Bedeutung von Vielfalt – insbesondere zwischen den Generationen –, einer vorausschauenden Nachfolgeplanung sowie der Weitergabe von Stiftungswerten über Generationen hinweg.

Den Schlusspunkt setzte Sabrina Grassi (Vorstandsmitglied von SwissFoundations), die die wichtigsten Erkenntnisse des Abends zusammenfasste.

Beim anschliessenden Apéro riche bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, die Gespräche fortzusetzen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Hier geht es zu den Impressionen des Forum des Fondations 2026.

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