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Newsarchiv

Stiftungsgespräch am 1. Oktober 2019: Ein Plädoyer für einen neuen Dialog zwischen Stiftungen und Politik

Die Stiftungswelt hegt das Vorurteil, der Staat sei bürokratisch, ineffizient und seine Strukturen überholt. Der Politik mangelt es häufig am Verständnis über Funktionsweise und Leistungsfähigkeit des Stiftungssektors. Doch es wird vermehrt eine Annäherung gewagt. Am diesjährigen Stiftungsgespräch wird für einen neuen Dialog zwischen Stiftungen und Politik plädiert. Im Gespräch mit Barbara Bleisch werden Anja Wyden Guelpa und Andri Silberschmidt das Thema und mögliche Lösungsansätze beleuchten. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Diskutieren Sie mit!

50 Jahre Stanley Thomas Johnson Stiftung

Das Schlachthaus-Theater in Bern, das Lighthouse für Aidskranke, Frauenhäuser oder die gegen den Food-Waste ankämpfende «Schweizer Tafel» - Sie alle haben während der letzten 50 Jahre Unterstützung der Stanley Thomas Johnson Stiftung aus Bern erhalten. Knapp 150 Millionen Franken an Fördergeldern sind so über die Jahrzehnte an unterschiedliche Projekte ausgeschüttet worden. Zum Jubiläum hat die Stiftung mit Sitz in Bern nun ihre eigene Geschichte aufgearbeitet. Keine einfache Aufgabe, wie aus dem Artikel im Bund (29.7.19) hervorgeht. Eine weitere Initiative im Jubiläumsjahr: 50 Veranstalter feiern mit der Stiftung Geburtstag und vergeben Gratiseintritte. Wir gratulieren!

Seminar Beste Stiftungsratspraxis: Fokus Foundation Compliance

Das Ausmass der nationalen und internationalen Compliance-Pflichten nimmt markant zu. Viele neue Bestimmungen unterscheiden nicht mehr zwischen verschiedenen Rechtsformen, sondern basieren auf wirtschaftlichen Kriterien wie Finanzvolumen oder Anzahl Mitarbeitende. Damit geraten gemeinnützige Stiftungen vermehrt ins Blick- und Schussfeld regulatorischen Furors.
 
Was ist im Rahmen der Foundation Compliance zu beachten? Neben grundsätzlichen Informationen erhalten die Teilnehmenden von den insgesamt neun Referierenden auch Antworten auf Fragen zum Automatischen Informationsaustausch (AIA), zum Steuerrecht, Datenschutz sowie zu Haftungsrisiken für StiftungsrätInnen. Schlusspunkt des Programmes ist die Diskussion mit Dr. Beat Walti, Nationalrat und Fraktionspräsident FDP: «Immer mehr Regulierungen für Stiftungen! Was tut die Politik?»

Sinfonie d‘intenti - Leidenschaft, Visionen und Projekte des Musikmäzenatentums

Am 18. Oktober diskutieren, unter der wissenschaftlichen Leitung von Elisa Bortoluzzi Dubach und in Zusammenarbeit mit der Fondazione Fitzcarraldo, Persönlichkeiten des internationalen Mäzenatentums mit Spitzenmusikern über Werte und Beweggründe für private Förderung in der Musik. Ein Tag der Auseinandersetzung mit Strategien und Paradigmen des zeitgenössischen Mäzenatentums - mit vielen Impulsen und herausragender Musik.

Gemeinnützige Stiftungen lohnen sich für die Gesellschaft

Stiftungen und Spender erhalten in der Schweiz sowie in fast allen europäischen Ländern Steuererleichterungen für ihre Zuwendungen. Dies in der Überzeugung, dass damit ein gesellschaftlicher Mehrwert geschaffen wird, um Mittel zu generieren, die andernfalls nicht dem Gemeinwohl zufliessen würden. Die von SwissFoundations initiierte und gemeinsam mit PwC Schweiz erarbeitete Studie «Stiftungen – Ein gutes Geschäft für die Gesellschaft» liefert erstmalig in Europa einen überzeugenden finanzpolitischen Nachweis, dass sich gemeinnützige Stiftungen für die Schweizer Gesellschaft lohnen.

Arbeitskreis Umwelt und Nachhaltigkeit im Juli

Wie könnte «nachhaltiges Glück» aussehen? Glück, das zu persönlichem, gemeinschaftlichem und globalem Wohlbefinden beiträgt und nicht die Umwelt, andere Menschen oder kommende Generationen schädigt? Diesen Fragen geht die Ausstellung «Global Happiness: Was brauchen wir zum Glücklichsein?» nach, die der Arbeitskreis Umwelt und Nachhaltigkeit am Donnerstag 11. Juli besucht. Es sind noch Plätze frei!

Konferenz der kantonalen BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörden

Die Konferenz der kantonalen BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörden hat am 13. und 14. Juni 2019 ihre Jahresversammlung abgehalten. Aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Konferenz fand die Jahresversammlung erstmals im benachbarten Ausland statt, nämlich in Vaduz (Fürstentum Liechtenstein). Dominique Favre hat nach sechsjähriger Amtszeit das Präsidium der Konferenz abgegeben: neu gewählt wurde Roger Tischhauser, Leiter der BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörde des Kantons Zürich und bisheriger Vizepräsident. 

Peter Brey on diversity in foundation boards

 
In a context marked by the #metoo movement and the Swiss women strike, diversity in foundation boards is a topical issue. Peter Brey, Vice-President of SwissFoundations, was interviewed by Celine Yvon, Head of Programmes, Trafigura Foundation, who lead a workshop on this topic during the 18th Swiss Foundation Symposium on 21 May 2019 in Thun.
 
Céline Yvon: Today we conducted a workshop on promoting diversity in leadership positions of Swiss foundations. What were the reasons that brought you to attend this session?
 
Peter Brey: Promoting diversity is a topic that many people talk about, but I wanted to understand specifically how relevant Swiss foundations felt it was for them. The workshop was chock-a-block – not only packed with women but also with men attending, a very good sign of the subject’s relevance. I found the discussion fascinating in that it highlighted why and how diversity is indeed important. In order to understand society, one does need different backgrounds, viewpoints and experiences. Diversity is often reduced to the gender element but diversity of age, of professional, socio-economic and cultural background – all those dimensions matter. Personally, I find the question of including the younger generation, and how best to do so, particularly important. As one of the workshop’s participants said: young people who were born with the digital revolution think and relate to others differently than the older generation does. I also found it quite interesting that just taking on board one woman, one young person, or whoever to strengthen diversity – well, that’s not going to be enough. Experience shows that we need to have a sort of “critical mass” to influence the overall dynamics. And of course it’s the dynamic that counts.
Statistics tell us that in Swiss foundations, women represent about 30% of Board and of senior management – which by way of comparison, is slightly better than the for-profit sector (20%). Of course, the question is whether that’s enough; and from the outside, one may have the impression that many foundations are still dominated by retired civilized gentleman, reflecting the way society worked 20 years ago. This, of course, is inexact. However, as Foundation we must take care not to be out of sync with society, and not being aware of it because – how do we find that out? We don’t have profit and loss accounts that at the end of the year tell us neatly whether we have done things right or not. Our (triple?) bottom-line is more complicated than that. I think that promoting diversity in our governance structure (boards, committees, sounding boards etc.) is a relevant conversation to have, and I look forward to continuing it next year.
 

Céline Yvon: When it comes to Switzerland, what are the current challenges and opportunities that you see in moving ahead on this conversation about diversity?
 
Peter Brey: Today a panellist asked the plenary meeting, who among our Symposium’s participants thought that our current societal system worked and conversely, who thought it was dysfunctional and needed to be revamped. Among our audience of 500 people, only one person said our system was more or less effective. Given the audience in the room, I found this really amazing. It suggests that collectively we start to really let sink in that we are facing quite major challenges, potential crises, in societies that are getting more and more complex. It is therefore a requirement to have more diverse voices in our foundation structures to help us reflect and address these properly – and to stay relevant.  If we need to be in sync with society, diversity becomes a priority.
 
Céline Yvon: And as the umbrella organisation of foundations in our country, what can SwissFoundations do in this regard?
 
Peter Brey: SwissFoundations has no desire nor mandate to dictate anything to our members – but what we can do is stimulating a discussion. That’s exactly what we did today, and we can further such exchanges in the future, among members who are interested – so that information circulates and ultimately, inspires people.  
 

Am 14. Juni ist Frauenstreik

Unter dem Leitspruch "Gleichberechtigung. Punkt. Schluss!" findet am 14. Juni der nationale Frauenstreik statt. Neben Gleichstellung bei Lohnfragen wird u.a. auch für mehr Zeit und Geld in der Betreuungsarbeit und Respekt am Arbeitsplatz gestreikt. Als 100%iges Frauenteam zeigen wir uns bei der SwissFoundations Geschäftstelle solidarisch mit dem Frauenstreik.

Stiftungen sind keine Banken - SwissFoundations bezieht Stellung

Der Bundesrat plant auf Druck der OECD die Abschaffung der bisherigen Ausnahmen für gemeinnützige Stiftungen im Automatischen Internationalen Informationsaustausch (AIA). Dies hätte zur Folge, dass insbesondere Förderstiftungen, unter bestimmten Bedingungen, Gefahr laufen, den Steuerbehörden gegenüber meldepflichtig zu werden wie kleine Banken – mit entsprechenden Kostenfolgen. Nachdem SwissFoundations bereits im Februar 2019 eine Auslegeordnung zu der Thematik veröffentlicht hat, folgt nun die ausführliche Stellungnahme.